… und noch 'ne Umfrage


„Liebe Künstlerinnen und Künstler der freien Szene,

suchen Sie zurzeit ein Atelier, ein Studio oder einen Lagerraum oder sind Sie mit Ihren aktuellen Räumen zufrieden?

In Kooperation mit dem Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH, dem Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen,  LAFT und dem Tanzbüro Berlin möchte die Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten den aktuellen Bedarf und Bestand an Arbeitsräumen in der freien Szene anhand einer Raumumfrage genauer ermitteln und belegen.

Die Umfrage wurde in Anlehnung an bisherige Umfragen und mit Vertreterinnen und Vertretern von Einrichtungen und Verbänden aus dem Bereich der freien Szene Berlins, von der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten und dem Atelierbüro erstellt und weiterentwickelt.

Wir bitten Sie, die für Sie zutreffende Raumumfrage zu unterstützen, und bis zum 15.10.2014 online auszufüllen:

Bildende Kunst – Ateliers: https://de.surveymonkey.com/s/Raumumfrage_BildendeKunst

Projekträume: https://de.surveymonkey.com/s/Raumumfrage_Projektraum

Musik: https://de.surveymonkey.com/s/Raumumfrage_Musik

Darstellende Kunst: https://de.surveymonkey.com/s/Raumumfrage_DarstellendeKunst

Um einen größtmöglichen Rücklauf zu erlangen, bitten wir  Sie, diese Umfragen bekannt zu machen, an Ihre KollegInnen und Bekannten weiterzuschicken, gern auch in Online-Portalen oder sozialen Netzwerken (z.B. Facebook/Twitter) zu veröffentlichen.

Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Unterstützung!

Falls Sie Fragen oder Anmerkungen zum Thema Raumumfrage haben, können Sie uns jederzeit unter raumumfrage@kultur.berlin.de erreichen.“




KKI 2014: Kultur- und Kreativwirtschaftsindex Berlin-Brandenburg


Wie ist die wirtschaftliche Situation in den verschiedenen Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft? Wie kann die Auftragslage verbessert werden? Wo ist welche Unterstützung nötig? Wie sind die Zukunftserwartungen? Was sind die großen Belange, die großen Chancen und die Sorgen der Kreativen in Berlin und Brandenburg?

Dies sind Fragen, die mit dem KKI auch in Zukunft jährlich beantwortet werden sollen. Und je höher die Beteiligung an der KKI-Umfrage ist, desto besser können Politik und Verwaltung diese Branchen fördern.

Im Auftrag des Landes Berlin, des Landes Brandenburg, der IHK Potsdam und der IHK Berlin, führt das Medienforschungsinstitut House of Research die Erhebung zum Kultur-und Kreativwirtschaftsindex Berlin-Brandenburg durch.
Bild "Logo_KKI_BB_2014.jpg"
Die Umfrage läuft noch bis zum 04.10.2014. Die Umfrage ist anonym.

--> Hier geht es zur Umfrage.

--> Weitere Informationen




Rat für die Künste: City Tax – viel Spesen und nichts gewesen


Pressemitteilung

Nun doch KEINE Investition in die Zukunft Berlins als Kulturstandort

2014 wird Berlin die City Tax einführen, eine Steuer auf private Hotelübernachtungen. Bis vor wenigen Tagen galt als verabredet, dass 50% der Einnahmen aus dieser City Tax als Re-Investition in Kultur, Sport und Tourismus fließen und damit genau jene Bereiche profitieren würden, die die Idee der City-Kultur Tax für Berlin seit langem gefordert hatten. Nun wurde dieses Versprechen gebrochen! Durch die haushälterische Spitzfindigkeit der „überschießenden“ Einnahmen werden zunächst 25 Mio. € in den Haushalt vereinnahmt und ab dem ersten Euro, der darüber hinaus eingenommen wird, sollen 50% in Kultur, Tourismus und Sport fließen. Das ist nicht allein ein fiskalischer Schildbürgerstreich, sondern politischer Zynismus, denn von genau dieser und keiner höheren Einnahmeerwartung geht der Finanzsenator aus!
Die Kultur dieser Stadt, die den internationalen Ruf mit begründet hat, wird noch nicht einmal mehr mit Almosen abgespeist, sondern nur noch mit hohlen Worten.

Der Rat für die Künste erwartet von den Verantwortlichen dieser Stadt, diese Entscheidung rückgängig zu machen. Die City Tax darf nicht in den Haushaltslöchern dieser Stadt verschwinden, aus denen explodierende Baukosten und andere Schlampereien mit Steuergeldern gedeckelt werden.

Die Idee einer Kultur-Taxe wurde erstmalig vor 3 Jahren durch den Rat für die Künste aufgebracht, um mit „neuen“ Geldern die einmalige Chance einer Re-Investition in den wichtigsten Standortfaktor dieser Stadt realisieren zu können: in die Existenzsicherung der KünstlerInnen und die Zukunft der seit Jahren dramatisch unterfinanzierten Kulturaktivitäten in dieser Stadt.

Berlin wird auch noch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer als weltweit einzigartiger „Möglichkeitsraum” angesehen. Der Kreativsektor hat sich dabei zu einem der tragenden Wirtschaftsfaktoren der Stadt entwickelt. Die kreative Gründerszene boomt, internationale Besucher in wachsenden Millionenzahlen entdecken das „neue Berlin” - Berlin lebt vom Tourismus, und mehr als 75% der Touristen kommen, um das vielfältige kulturelle Angebot der Stadt zu nutzen.

Außerhalb der institutionalisierten Einrichtungen wie Museen, Opern und Theater hat sich in Berlin in den letzten zwei Jahrzehnten eine breite Szene hochprofessionell und interdisziplinär arbeitender Künstler aller Sparten gebildet - die „Freie Szene”. Ihre Arbeit ist weltweit anerkannt, wird international aufmerksam verfolgt und vielerorts als ein Modell der Zukunft angesehen. Und sie ist mit verantwortlich für das besondere künstlerische Flair und die spezielle Atmosphäre der Stadt, die Berlin (noch) von vielen anderen Metropolen Europas unterscheidet.

Staatssekretär André Schmitz und auch der Regierende Bürgermeister hatten sich dafür ausgesprochen, dass das frische Geld vor allem der Freien Szene zu Gute kommt, um dort „neue Initiativen anzustoßen, um den Kulturstandort Berlin zu sichern”.

Dieser Plan im Umgang mit der City Tax wurde nun konterkariert. Der Kultur in der Stadt wird langsam aber sicher der Boden unter den Füssen entzogen. 25 Mio im Haushalt vereinnahmt sind nichts im Vergleich zu den Sicherungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, die kulturell daraus erwachsen könnten.
Der Rat für die Künste besteht auf der Umsetzung dieses Versprechens.
Der amtierende Kultursenator und Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der noch vor kurzem versichert hat, dass „von den zusätzlichen Einnahmen ein nicht unbeträchtlicher Teil der Kultur zugutekommen wird”, hat nun die Möglichkeit, sich für sein Ressort stark zu machen.

Rat für die Künste Berlin
27. November 2013

Rat für die Künste >>> Sprecher >>> Leonie Baumann >>> Kay Wuschek
Kontakt >>> Lona Wulff >>> wulff@deutschestheater.de




Haben und Brauchen – Großes Strategietreffen

Mittwoch 16. Okt. 2013, 19 Uhr


Ort: ExRotaprint, Gottschedstr. 4, 13357 Berlin

Haben und Brauchen wird weiterhin als wichtige kritische Stimme von KünstlerInnen und KulturproduzentInnen in Berlin wahrgenommen. In diesem Jahr veröffentlichten wir bisher einen offenen Brief an Klaus Wowereit aus Anlass der Debatte um die Verwendung der geplanten City Tax, verschickten Newsletters, gaben Interviews und nahmen an diversen Panels und Aktionen teil. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Deshalb wollen wir in großer öffentlicher Runde zusammenkommen und besprechen, wie die Diskursproduktion zur Kultur- und Stadtpolitik von Haben und Brauchen intensiviert und erweitert werden kann. Welche inhaltlichen Schwerpunkte sollten vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen und den Wirkungen, die die Kampagne der Koalition der Freien Szene zeigt, neu gesetzt und ausgearbeitet werden? Welche Formen der Umsetzung sind denk- und machbar, notwendig und sinnvoll?

Wir freuen uns auf das Kommen aller, die sich Haben und Brauchen aktuell und/oder zukünftig zugehörig fühlen,

Joerg Franzbecker und Florian Wüst

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Haben und Brauchen bietet für Akteure aus dem Kunstfeld und angrenzender Tätigkeitsbereiche eine Diskussions- und Aktionsplattform. Ziel ist es ein Bewusstsein und Selbstverständnis darüber herzustellen, was die künstlerischen Produktions- und Artikulationsformen, die sich in Berlin über die letzten Jahrzehnte entfaltet haben, auszeichnet und wie diese erhalten und weiterentwickelt werden können.

info@habenundbrauchen.de
www.habenundbrauchen.de



Die Kampagne: die Freie Szene diskutiert


Di 03.09., 18.30 Uhr Hertie School of Governance, Friedrichstr. 180
Podiumsdiskussion: Welche Rolle spielt die Freie Szene für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin?

Do 05.09., 16 Uhr Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8
Podiumsdiskussion der Music Commission: Pop im Kiez – ein Auslaufmodell? Szene-Freiräume und Musikspielstätten in den Plänen der Berliner Stadtentwicklung

Fr 06.09., 18 Uhr Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163
Podiumsdiskussion Kreativwirtschaft, u. a. mit Jürgen Schepers (IHK), Tim Renner (Musikproduzent), Christophe Knoch (Koalition Freie Szene)

Di 10.09., 18.30 Uhr BKA-Theater, Mehringdamm 34
Quo vadis Kulturpolitik?, Podiumsdiskussion u. a. mit Klaus Schöpp (Initiative Neue Musik), Rainer Rubbert (Unerhörte Musik), Dr. Konrad Schmidt-Werthern (Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten)

Di 24.09., 19 Uhr Uferstudios, Badstr. 41a
Podiumsdiskussion: Vom Wert der künstlerischen Arbeit

Sa 28.09. Ort wird kurzfristig bekannt gegeben
Abschlussaktion der Kampagne


www.koalition-der-freien-szene-berlin.com




Umverteilung ! Umdenken !


Eine Diskussionsveranstaltung der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. Regionalgruppe Berlin-Brandenburg

24. April 2013, 19.30 Uhr
Alte Kantine Wedding, Uferstraße 8, Berlin-Wedding
--> alte-kantine-wedding.de


… Kulturförderung gilt immer noch als „Nice-to-have“ und nicht als „Must-have“.

So gut also die Idee der Umverteilung sein könnte: Wer setzt sie durch, nach welchen Kriterien werden die frei gewordenen Projektmittel geschützt, neu vergeben und wie realistisch ist das? In einer größeren Runde, mit ExpertInnen aus Kultur, Politik und Verwaltung wollen wir diese Fragen diskutieren.
- Prof. Dr. Dieter Haselbach, Soziologe, Kulturforscher und Kulturberater, Mitautor „Der Kulturinfarkt“
- Christoph Knoch, Sprecher der Koalition der Freien Szene, Mica Moca Projekt e.V.
- Dr. Philipp Riecken, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Leiter des Referats für Grundsatzangelegenheiten
- Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Senatskanzlei Berlin – Kulturelle Angelegenheiten, Abteilungsleiter der Kulturverwaltung (angefragt)
- Alice Ströver, ehem. Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus Berlin, seit 2012 Geschäftsführerin der Freien Volksbühne e.V.
Moderation: Claudia Wahjudi, Kulturredaktion Zitty (angefragt)





KOALITION DER FREIEN SZENE: 50% der Einnahmen aus der CITY TAX für die Förderung der Freien Szene - 20 MILLIONEN, DIE BERLIN REICHER MACHEN


das aktuelle 10-Punkte-Papier der Koalition der freien Szene mit konkreten Forderungen zur City Tax (pdf-Datei)

Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen
www.projektraeume-berlin.net




HABEN UND BRAUCHEN Presseerklärung vom 13.11.2012
zur “K2 – Eine Dialogveranstaltung der Kulturverwaltung des Berliner Senats” am 15./ 16.11.2012


Am 10. Mai 2011 legten Haben und Brauchen dem Kultursenat einen „Fahrplan zum Entwicklungsplan der Kunststadt Berlin“, kurz Kunstplan, vor. In diesem wiesen wir mit Nachdruck auf die Notwendigkeit hin, ein Forum einzurichten, das zur Aufgabe hätte, auf kontinuierlicher Basis einen überparteilichen Dialog zwischen dem Senat, der freien Szene und Vertretern der Kunstinstitutionen der Stadt zu führen. Wir sind überzeugt, dass nur im Rahmen einer solchen, institutionell verankerten, längerfristigen Zusammen-arbeit die reale Not der Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin behoben werden kann.

Der Großteil der Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin lebt an oder unter der Armutsgrenze und wird aus den (durch sie) aufgewerteten Stadteilen verdrängt. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen, die die Stadt einst für eine freie Szene attraktiv gemacht haben, existieren so nicht mehr. Berlin ist trocken gewohnt. Die Stadt zerstört mit ihrer verkaufsorientierten Liegenschaftspolitik die Bedingungen ihrer kulturellen Vitalität. Der Freiraum von einst ist ausverkauft. Mit der Kunstmetropole Berlin ist es in absehbarer Zeit vorbei. KünstlerInnen verlassen Berlin.

Wenn Berlin in Zukunft eine Stadt für eine freie Kunst- und Kulturszene bleiben will, muss jetzt eine Instanz geschaffen werden, die eine sachliche Ermittlung der Gründe für die reale Not der ProduzentInnen und nachhaltige strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der freien Szene in Berlin leisten kann.

Am 15./16. November 2012 richtet die kommerzielle Agentur ZIA (Zentrale Intelligenz Agentur) im Auftrag des Berliner Senats in Zusammenarbeit mit den Kulturprojekten Berlin den sogenannten Open Space K2 aus, um die Frage zu erörtern, wie die Zukunft der Bildenden Kunst in Berlin aussehen könnte. Zu dieser Veranstaltung mit moderierter Diskussion lädt die Agentur neben Mitgliedern der Senatsverwaltung verschiedene Akteure aus diesem Kunstbereich ein.

Haben und Brauchen begrüßen die Initiative des Senats, das Gespräch mit der freien Szene zu suchen. Wir sind jedoch geschockt von der Grundhaltung, die aus der Form der geplanten Veranstaltung spricht. Auf einer von Haben und Brauchen organisierten Versammlung der freien Berliner Szene im Künstlerhaus Bethanien am 27./28. Oktober formulierten wir deshalb folgende Kritik am K2:

-    Der K2 ist auf schnellen Austausch angelegt und kann so maximal ein vages Stimmungsbild der Lage ergeben. Aufgrund dieser Konzeption ist, trotz eines Budgets von 50.000 Euro nicht damit zu rechnen, dass der K2 Ergebnisse erbringen wird, die zu nachhaltigen konstruktiven Maßnahmen führen könnten.
-    Eine fundierte Ermittlung der Gründe für die Not der ProduzentInnen und eine Planung struktureller Maßnahmen kann in dieser Form NICHT objektiv geleistet werden.
-    Die vom K2 formulierten Leitfragen blenden die Probleme der Kunststadt Berlin und die Misere der ProduzentInnen aus. Sie erwecken den Eindruck, dass Kunst in Berlin eine Wachstumsbranche sei und es nur mehr um die Steuerung des Wachstums ginge. Dass auf der existentiellen Produktionsebene Kunst in Berlin kurz vorm Kollaps steht, ist nicht Thema. Grundlage der Diskussion ist eine Illusion von Wachstum, das es so nicht gibt.
-    Die unfreiwillige Ironie des K2 liegt darin, dass die eingeladenen Teilnehmer für ihre Beiträge kein Honorar erhalten und sich somit die Logik der Missstände unmittelbar in der Konzeption des K2 abbildet: Für Vertreter von Institutionen fällt die Teilnahme ohnehin in ihre bezahlte Arbeitszeit. Für alle frei Arbeitenden gestaltet sich die Situation wie üblich in der Kultur Berlins: Ein Beitrag wird erwartet, aber selbstverständlich nicht bezahlt.
-    Vertreter der Parteien wurden erst eingeladen, nachdem Haben und Brauchen die mangelnde Involvierung der Politik durch den K2 ausdrücklich kritisiert hatten.
-    Der K2 kann kein Ersatz für den längerfristigen überparteilichen Dialog über einen Kunstplan sein, der zur Behebung der Probleme in der Stadt dringendst notwendig wäre.
-    Der K2 steht im Gegenteil symptomatisch für eine verheerende Tendenz in der Berliner Kulturpolitik, Entscheidungskompetenz und enorme finanzielle Mittel im großen Stil an kommerzielle Agenturen wie die ZIA und eine hausnahe GmbH wie die Kulturprojekte outzusourcen. Dadurch steuert der Senat politisch auf eine Kommerzialisierung der Kultur zu, und entzieht sich effektiv der Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung der Kulturpolitik, die Verbesserung der Produktionsbedingungen von Kultur und den nachhaltigen Dialog mit den ProduzentInnen außerhalb der hausnahen Kreise.

HABEN UND BRAUCHEN SPRECHEN SICH AUS:
Wir sind gegen eine wettbewerbsgeleitete, neoliberal orientierte Kunstproduktion.
Wir sind für einen Prozess des Kulturschaffens, der unabhängig von ökonomischen, marktproduzierenden und marktgesteuerten Ordnungsprinzipien verstanden wird.
Wir fordern die Stadt dazu auf, Kunst als Kern ihres Gemeinwesens anzuerkennen.
Wir brauchen mehr als nur Förderung. Wir fordern einen Anteil an finanziellen Mitteln, der dem Beitrag der Kunst zur Aufwertung Berlins real entspricht.
Wir fordern die Wiedereinführung eines Beratungsgremiums für Kunst.
Wir fordern eine Liegenschaftspolitik, die Arbeits- und Ausstellungsräume für Kunst schafft.
Wir wollen, dass Ausstellungshonorare bezahlt werden, wenn Kunst ausgestellt wird.
Wir fordern einen langfristig angelegten Kunstplan.

HABEN UND BRAUCHEN TRETEN EIN:
Für die objektive Ermittlung der Notstände auf der existentiellen Produktionsebene, d.h. den Arbeits- und Lebensbedingungen der Freien Szene Berlins.
Für die Planung nachhaltiger struktureller Maßnahmen zur Behebung dieser Notlage.
Für einen längerfristigen überparteilichen Dialog zu diesem Zweck zwischen dem Senat und der freien Kunst und Kultur Szene Berlins im Rahmen eines institutionell verankerten Forums.

Diesen Dialog sind wir zu führen bereit.


Haben und Brauchen ruft alle Künstlerinnen und Künstler auf:

Das Programm sieht für beide Tage Präsentationen der Ergebnisse vor:
· am Donnerstag, 15. 11. 2012 um 18:00 Uhr
· am Freitag, 16.11.2012 um 13:30 Uhr
Kommt zahlreich zu den Präsentationen der erarbeiteten Ergebnisse und zeigt mit eurer Präsenz Interesse an einem Kunstplan für Berlin.
Wo: Im Palais Podewil, im Theatersaal, in der Klosterstraße 68-70, 10179 Berlin.          
(Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, aber die Präsentationen gehen uns alle an!)

Ansprechpartner: Haben und Brauchen,  info@habenundbrauchen.de




Pressemitteilung zur Veranstaltung K2 – Eine Dialogveranstaltung der Kulturverwaltung
des Berliner Senats zur Situation der zeitgenössischen Kunst in Berlin


Der Rat für die Künste begrüßt die Initiative der Kulturverwaltung, den Dialog mit den Akteuren der Bildenden Kunst zu suchen. Zum ersten mal werden Akteure unterschiedlicher Felder der Bildenden Kunst eingeladen, unabhängig davon, ob sie unmittelbar in die Zuständigkeit der Senatskanzlei/Kulturelle Angelegenheiten fallen oder nicht. Dieser Blick auf die gesamtstädtische Situation des Kunststandortes Berlin ist ein erster wichtiger Schritt.

Damit jedoch K2 zielführend wird, empfiehlt der Rat folgende Anpassungen des Konzepts:

* Ein Dialog nur zwischen Verwaltung und Akteuren der Bildenden Kunst reicht nicht aus! VertreterInnen aller Fraktionen im Abgeordnetenhaus sollten als TeilnehmerInnen eingeladen werden!
* Die Initiative für K2 geht auf die Diskussionen und Forderungen im Rahmen von „Haben und Brauchen“ zurück. Unverständlich bleibt daher, dass nur StellvertreterInnen dieser Initiative eingeladen sind. K2 muss sich den unterschiedlichen Meinungen aus der Berliner Künstlerschaft öffnen. Der Dialog darf nicht auf wenige „Künstler-Big Names“ oder StellvertreterInnen reduziert werden.
* Die Finanzierung von K2 muss transparent gemacht werden! Gerade weil dieser Veranstaltung sehr viele ehrenamtliche Initiativen vorangingen, muss dargelegt werden, wie die Mittel in Höhe von 50.000,- verausgabt werden.
* Der Dialog muss zielgerichtet geführt werden, d.h. es muss von der Senatskanzlei/Kulturelle Angelegenheit formuliert werden, in welcher Verbindlichkeit an Ergebnissen weitergearbeitet werden soll.
* Der Dialog muss verstetigt werden und regelmäßig stattfinden. K2 kann nur ein Anfang sein – Weitere öffentliche Veranstaltungen müssen folgen. Darüber hinaus ist ein Beirat Bildende Kunst einzurichten, der in seiner Zusammensetzung das Spektrum der Bildenden Kunst in Berlin repräsentiert und regelmäßig als Beratungsgremium der Senatskanzlei/Kulturelle Angelegenheiten zusammenkommt.
* Um die strukturellen Probleme und Defizite – aber auch die Potentiale der zeitgenössischen Kunst in Berlin zu erfassen, muss ein neues Gutachten zur Bildenden Kunst in Berlin in Auftrag gegeben werden.

Rat für die Künste
November 2012




Interdisziplinär . diskursiv . nicht marktorientiert


Podiumsdiskussion zur besonderen Bedeutung von freien Projekträumen und –initiativen für die bildende Kunst in Berlin und
Präsentation der Studie „Projekträume: Vitales, aber fragiles Herz der Kunstszene“ von Séverine Marguin

17.11.2012 um 19 Uhr
im Haus der Kulturen der Welt (Theatersaal)
John Foster Dulles Allee 10, Berlin Tiergarten

Information und Programm beim --> Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen




Veranstaltungsreihe „Haben und Brauchen in der NGBK“

Summit 27/28
3. Veranstaltung

Diskussionen und Workshops zu den aktuellen kulturpolitischen Themen.
#3 Liegenschaften, City-Tax und einem neuen Kunstplan für Berlin.

Samstag, 27. Okt 2012, 11-18 Uhr
Sonntag, 28. Okt 2012, 12-18 Uhr


Ort:
Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
D-10997 Berlin

Berlin plant die Liegenschaftspolitik neu zu strukturieren. Im Januar 2013 soll die Citytax eingeführt werden.
Zum 15./16. November lädt der Berliner Senat zu einer Dialogveranstaltung ein, um künftige Handlungsfelder der Berliner Kulturförderpolitik zu diskutieren.
Die Veranstaltung ist strukturiert in kurze Inputs und parallele Workshops. Der Summit ist daher auch als Einladung zu verstehen, innerhalb der Arbeitsrunden an der eigenen Agenda weiter zu arbeiten. Es stehen fünf Räume zur Verfügung.

Für Essen und Getränke wird gesorgt.
Eine Kinderbetreuung ist nach Rücksprache möglich.

verbindliche Anmeldung bis zum 24. Oktober ... und Programmübersicht


www.ngbk.de / www.habenundbrauchen.de / www.kunstraumkreuzberg.de
Organisation: Karin Kasböck/bankleer und Julia Lazarus (NGBK / Haben und Brauchen)

Mit freundlicher Unterstützung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien




61. Jour fixe: Einladung zur Podiumsdiskussion
Was braucht die freie Szene in Berlin?


Das Kulturforum „Stadt Berlin der Sozialdemokratie“ lädt in Kooperation mit dem Bundes-Kulturforum der Sozialdemokratie zu einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation der freien Szene Berlins ein:

Am Mittwoch, dem 5. September 2012, um 19.00 Uhr
in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin


Es diskutieren:
· Christophe Knoch / Koalition der freien Szene
· Tiny Domingos / Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen
· Judith Raum / Haben und Brauchen
· Björn Gottstein / Dach/Musik Berlin
· Renate Graziadei / zeitgenössischertanzberlin e. V.
· Elisa Müller / LAFT Berlin (angefragt)
· Christiane Zieseke / Senatskanzlei kulturelle Angelegenheiten / Leiterin des Referates VD - Förderung von Künstler/innen, Projekten und freien Gruppen

Moderation:
· Dr. h.c. Wolfgang Thierse / Vorsitzender des Bundes-Kulturforums der SPD und Vizepräsident des Deutschen Bundestages

„Berlin lebt von seiner facettenreichen Kunst- und Kulturlandschaft. Die Bedeutung der freien Szene für die Stadt ist unbestritten. So wurde die verstärkte Förderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstler/innen in das Wahlprogramm der Berliner SPD aufgenommen.

Zugleich forderte im März 2012 die sparten übergreifende „Koalition der Freien Szene aller Künste“ in einem Offenen Brief das Land Berlin auf, sich deutlich mehr als bisher für die freie Szene einzusetzen.

Vor diesem Hintergrund wollen wir an diesem Abend mit den o.g. genannten Vertreter/innen der freien Szene Berlins über Bedürfnisse, Wünsche und Ideen für die Stärkung der freien Szene in Berlin sprechen.

Vorab ein kulturpolitisches Positionspapier des Berliner Netzwerks freier Projekträume und -initiativen auf unserer Webseite www.kultur-in-berlin.com.

Sie sind herzlich eingeladen mit uns zusammen zu diskutieren!“

Kontakt: Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie
c/o Nikolaus Sander, Schütte-Lanz-Str. 105, 12209 Berlin, post@kultur-in-berlin.com




Stets aktuelle Terminhinweise finden Sie unter:

stadt-neudenken.tumblr.com/Termine



Globaler Aktionstag, 12. Mai 2012


Am 12. Mai gehen weltweit Menschen auf die Straßen und Plätze, um einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Die massiven Probleme und Ungerechtigkeiten in Wirtschaft, Natur und sozialem Miteinander haben weltweit ihren Ursprung in einer unsolidarischen und naturzerstörenden Wirtschaftsordnung, fortwährendem Demokratieabbau, einem unsolidarischen Geldsystem sowie ungerechten Eigentumsverhältnissen. Das System ist nicht in der Krise, sondern die Krise ist das System! Nur gemeinsam werden wir in der Lage sein, ein gerechtes und solidarisches Miteinander zu entwickeln!

Deshalb heißt es am 12. Mai: Ya basta! Es reicht!

Und die Vision bleibt: democracia real Ya! Echte Demokratie Jetzt!

Macht mit – Sternmarsch zum Alex/Neptunbrunnen 12. Mai Los geht’s – an allen Startpunkten um 14 Uhr

Weitere Infos gibts hier --> http://12mai-berlin.org

H&B-Public/Action schlägt vor:


GLOBAL CHANGE NOW! Den globalen Aktionstag am 12. Mai (siehe Bildanhang) als Anlass für einen öffentlichen Auftritt von Haben & Brauchen aufgreifen.

Wann? 12. Mai, 14:00 Uhr

Wo? Treffpunkt: Kottbusser Brücke. Sternmarsch zum Alex/Neptunbrunnen


Was? Verteilen des gekürzten Manifests, Öffentliche Sichtbarkeit - Plakate, Transparente, Outfits, Flyer, Unterstützen von GLOBAL CHANGE NOW! Socialising, …

MACHT MIT! Bis zum 12. Mai



Die erste Version des

Haben und Brauchen MANIFESTs

ist erstellt. Endlich! Nun sind wir gespannt auf euer Feedback und freuen uns auf anregenden Auseinandersetzungen.

Zur Präsentation und Diskussion des Manifestes laden wir Euch am
Sonntag, den 29.1.2012 in den Salon Populaire (Bülowstrasse 90, 10789 Berlin) ein:

15-18 Uhr In einem Workshop werden wir versuchen, eine Kurzform des Manifests zu erarbeiten. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.
19 Uhr Präsentation und Diskussion


Das Manifest wird ab dem 23.1.2012 auf der Haben und Brauchen Webseite in englischer und deutscher Sprache herunterladbar (www.habenundbrauchen.de), und als gedrucktes Heft an den folgenden Orten für eine Schutzgebühr von 3 € erhältlich sein:

Archive Kabinett (Dieffenbachstrasse 31, Kreuzberg),
b_books (Lübbenerstr. 14, Kreuzberg),
berufsverband bildender künstler berlin e.V. (Köthener Str. 44, Kreuzberg),
Motto Berlin (Skalitzer Str. 68, Kreuzberg),
NGBK (Oranienstrasse 26, Kreuzberg),
Pro qm (Almstadtstraße 48-50, Mitte),
Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a, Kreuzeberg),
Schwarze Risse (Kastanienallee 85, Prenzlauer Berg)

Am 29. Januar dabei sein werden u.a. Jochen Becker, Ellen Blumenstein, Daniela Brahm, Paolo Caffoni, Diego Castro, Christiane Delbrügge, Fred Dewey, Naomi Hennig, Mathias Heyden, Karin Käsbock, Kerstin Karge, Heiko Karn, Katharina Karrenberg, Heimo Lattner, Julia Lazarus, Sebastian Löwe, Diana McCarty, Angela Melitopoulos, Ralf de Moll, Herbert Mondry, Stefan Pente, Judith Raum, Les Schliesser, Åsa Sonjasdotter, Stella Veciana und Florian Wüst.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Herzliche Grüße,
Joerg Franzbecker, Erik Göngrich, Ines Schaber und Jan Verwoert



HABEN UND BRAUCHEN MANIFEST.


PRÄAMBEL
Bis vor wenigen Jahren ermöglichte die besondere historische Situation Berlins besondere Arbeits- und Lebensbedingungen in der Stadt: im Gegensatz zu anderen Großstädten bestand kein besonderer Druck auf dem Wohnungsmarkt und das Angebot an Räumen ermöglichte eine vielfältige, oft selbstorganisierte Kunstpraxis.
Diese Situation beginnt sich nun dramatisch zu verändern. Die Mieten steigen und der Druck auf die Produktions- und Lebensbedigungen erhöht sich, ohne dass sich die Situation zum Gelderwerb verbessert hätte. Nach wie vor verdienen die meisten Kulturschaffenden ihr Geld außerhalb Berlins.
Die rege Kunstszene entwickelte sich in Berlin weniger durch besondere Unterstützung der öffentlichen Hand, sondern durch ihre historische Situation. Genau in dem Moment, in dem sich Bedingungen für Kulturschaffende jedoch dramatisch verschlechtern, besinnt sich die Stadt auf ihre Künstlerinnen. Das ist im Prinzip willkommen zu heissen. Die Auffassung, wie Kunst zu fördern sei, steht bis jetzt jedoch im scharfem Gegensatz zu dem, was Künstlerinnen selbst als notwendig erachten. Unserer Meinung nach brauchen Kulturschaffende heute zuallererst eine Absicherung ihrer Produktionsbedingungen (und nicht notwenigerweise eine neue Kunsthalle).[1]
Die seit 2011 tätige Aktionsgruppe Haben und Brauchen bietet in diesem Rahmen für Akteure aus dem Kunstfeld und angrenzender Tätigkeitsbereiche eine Diskussions- und Aktionsplattform an. Berlin unterscheidet sich in seiner sozialen und ökonomischen Struktur immer noch von anderen Städten weltweit. In der historisch bedingten Heterogenität und Durchmischung der Stadt liegt ein Potential für die Zukunft und kein Auslaufmodell der Vergangenheit. Vor diesem Hintergrund gilt es ein Bewusstsein und Selbstverständnis darüber herzustellen, was die künstlerischen Produktions- und Artikulationsformen, die sich in Berlin über die letzten Jahrzehnte entfaltet haben, auszeichnet und wie diese erhalten und weiterentwickelt werden können. Deshalb ist es von Bedeutung, sich nicht auf die Forderung nach städtischen Freiräumen und bezahlbaren Ateliers, nach Erhöhung und Neuorientierung der öffentlichen Kunstförderung zu beschränken, sondern eine Anbindung an aktuelle Diskussionen um Stadtentwicklung, Liegenschafts- und Mietenpolitik zu vollziehen und sich im Hinblick auf die Begriffe und Realitäten von Arbeit, Produktivität und Gemeinwesen zu positionieren.
Das in diesem Zusammenhang enwickelte und hier vorliegende Manifest wurde von mehr als 40 Personen in gemeinsamer Arbeit geschrieben. Dieses gemeinschaftliche Schreiben ist ein Experiment und der Versuch, die vielfältigen Stimmen zur Situationen der zeitgenössischen Berliner Kunstszene zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen. Es versteht sich als ein erster Schritt — zu weiteren
Diskussionen und Aktionen genauso wie zur Fortsetzung des Textes.

[1] Der offene Brief in Reaktion auf die geplante „Leistungsschau junger Kunst aus Berlin“ vom 25. Januar 2011 hat eine breite kulturpolitische Debatte ausgelöst und zu einer Aktivierung der Auseinandersetzung um Gegenwart und Zukunft der Produktions- und Präsentationsbedingungen zeitgenössischer Kunst in Berlin beigetragen. Siehe www.habenundbrauchen.kuenstler-petition.de


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